Viele schrecken ja immernoch vor Naturfarbstoffen zurück und greifen lieber zur Chemie. Klar – mit solchen Haarfarben kann man ein Farbspektrum erreichen, dass sonst nicht so einfach möglich wäre. Ich bewundere auch immer meine Freunde, die sich ihre Haare pink oder mit einem herrlich satten smaragdgrün einfärben. Aaaber – was mich persönlich immer davon abhielt es ihnen gleich zu tun war die Tatsache, dass ich dunkle Haare habe und zuvor erstmal gründlich hätte blondieren müssen – ein Opfer, das mir dann doch immer etwas zu hoch war.
Henna – seit Jahrtausenden Farbe für Haut und Haare
Ich komme ja aus dem arabischen Kulturkreis und kam so auch schon früh in Kontakt mit Henna. In orientalischen Ländern – aber laut Wikipedia auch in Afrika und Asien – werden die Haare, aber auch die Haut (Fußsohlen, Hände – und inzwischen kennt ja auch jeder Mehndi-Tattoos) mit den getrockneten, zerriebenen Blättern des Hennastrauchs eingefärbt. Vorsicht ist beim Kauf geboten – bei Produkten aus die ungeprüft ihren Weg nach Deutschland finden, sind durch den Anbau oft Pestizide zugesetzt. Einige Hersteller mischen auch andere schädliche Stoffe bei – seht bitte ganz genau auf die Inhaltsangabe. Bei purem Henna sollte auch nur Henna drinnen sein.
Und wie färbt man jetzt mit Henna? Rezept & Färbeanleitung
Mir wurde es von meiner Familie so gezeigt, dass ich Henna mit möglichst heißem Wasser oder schwarzem Tee anrühren und dann noch heiß auf die Haare auftragen soll. Das Färbeergebnis war …hm… nett. Aber nie so, wie ich es mir vorstellte. Zwischendurch wechselte ich auf gekaufte Chemiefarben, nur um dann doch wieder, dank daraus resultierender extremer Haarschäden, zu Henna zurückzukehren. Ich probierte verschiedene Färbemethoden und Tipps von Freundinnen aus und habe dann schließlich ganz erstaunt für mich festgestellt, dass ich beim Anrühren mit Zitronensaft die besten Färbeergebnisse auf meinen Haaren erziele. die Haarfarbe hält bei mir dadurch wirklich dauerhaft und ist von einem schönen Rotton. In meinem Artikel “Rezept zum Haare färben mit Henna” gibt es also das Rezept, hilfreiche Tipps und eine Färbeanleitung zu dieser im deutschsprachigen Raum relativ unbekannten Färbemethode mit Henna.
8 Okt






08:03 on Oktober 22nd, 2010
Guten Tag
Ich habe eine Frage zum Färben mit Henna:
Seit ein paar Monaten färbe ich brav mit Henna, und bin auch super zufrieden. Was mich allerdings etwas stört ist, jedes Mal wenn ich schwitze oder die Haare noch feucht vom waschen sind, alle Kleider immer noch Farbe abbekommen.
Gibt es etwas, womit die Haarfarbe wie fixiert wird?
Bin dankbar für jeden Tip. (ich mische Henna mit starkem Schwarztee, etwas Paprika, etwas Olivenöl und 1 Eigelb und lasse alles über Nacht stehen)
Danke und liebe Grüsse
Barbara
20:21 on Oktober 22nd, 2010
Hallo Barbara,
also ich bin leider kein Chemie-Experte und kann nur aus meiner persönlichen Erfahrung heraus sprechen.
Henna färbt ja indem die Farbe sich um die Haare legt und nicht in sie eindringt – allerdings färben die Haare trotzdem in der Regel nur kurze Zeit nach dem Färben noch leicht ab.
Wie pflegst du denn deine Haare? Mit silikonhaltigen oder silikonfreien Produkten? Wenn man erstere verwendet, nehmen die Haare Farbe meist nicht ganz so gut an, vielleicht liegt da ein Grund für das Abfärben? Oder du probierst beim nächsten Färbeversuch wirklich einfach mal eine andere Methode zum Henna-Anrühren aus. Olivenöl und Eigelb sind ja eigentlich zur Pflege dabei – lass das doch mal weg. Eine pflegende Haarpackung damit kannst du ja in Ruhe ein paar Tage nach dem Färben immernoch machen.
Ich wünsche jedenfalls viel Erfolg!